Feb 112017
 

Ich wollte mir spontan einen Pulli stricken…und das so einfach wie möglich. Inspiration habe ich im Internet und bei meiner Mama gesucht – wo man halt so Inspirationen für Handarbeit sucht :D

Für diesen Pulli habe ich 5 Knäuel je 100g gebraucht (Lauflänge ca.196m/100g), und eine lange 5er Rundstricknadel (z.B. 80cm). Meine Strickwolle hatte ich schon länger im Kasten, die ist aus Acryl (weil Schurwolle kitzelt ;) von der Finnischen Marke Novita.

Der Pulli ist kurz, sehr breit und hat sehr lange Ärmel, genau so wie ich wollte :)
Alle Teile sind gerade, nicht tailliert und dadurch einfach zu stricken.
Zum Größenvergleich: normalerweise trage ich die Größen S/M oder 36/38.

Torso
Ich habe damit angefangen zu messen wie breit ich den Pulli um die Taille haben möchte = die unterste Kante, wo ich auch zu stricken anfangen werde. Bei mir kam ich auf 128cm (das ist schon sehr breit :D) und gerechnet mit der am Knäuelband angegebenen Maschenanzahl kam ich auf 240 Maschen. Achtung: die Maschenanzahl muss durch 8 teilbar sein, weil ich am Saum immer 4 mal links und 4 mal rechts gestrickt habe.
Also 240 Maschen anschlagen und im Bündchenmuster LLLLRRRR für etwa 4cm lang im Kreis stricken. Danach einfach glatt rechts weitermachen und 17cm lang stricken.

Achsellöcher
Der Anfang von meiner Strickreihen (wo das Garn-Ende runterhängt) war unter der rechten Achsel.
Ich habe den Pulli immer wieder an mir angeschaut so lange, bis ich ihn lang genug gefunden habe, dann habe ich die Achsellöcher gemacht. Dafür eine Reihe normal stricken, aber die letzte Masche abketten. Bei der nächsten Reihe die erste Masche abketten (also einfach die nächste Masche), 118 Maschen normal stricken, dann wieder 2 Maschen abketten. Jetzt sollte man auf der linken und rechten Seite jeweils eine kleine Lücke und insgesamt 236 Maschen übrig haben.
Dann strickt man die Vorderseite weiter.
6 cm glatt weiterstricken. Jetzt strickt man nicht mehr im Kreis mit der Rundstricknadel, sondern man verwendet die Rundstricknadel wie normale Stricknadeln, nur der restliche Pulli bleibt an dem runden Teil und wartet darauf wieder dranzukommen. Dadurch braucht man keine Nadeln wechseln.

Kopfloch vorne
47 Maschen stricken, 24 Maschen (ca. 15cm) abketten, 47 Maschen stricken. Arbeit umdrehen und links weiterstricken bis zum Kopfloch – jetzt die rechte Seite des Kopfloches fertigstricken. Arbeit wieder umdrehen und die ersten 2 Maschen rechts abketten. Die Reihe fertigstricken. Dann wieder links die Reihe stricken, dann nochmals rechts 2 Maschen abketten. Jetzt noch 11cm stricken, und danach alle Maschen abketten.
Als nächstes muss man die Maschen der linken Seite des Kopflochs auf die andere Nadel wechseln, sodass die Richtung stimmt. Die linke Kopflochseite rechts anfangen, dh. 1 Reihe rechts, dann links und auf der Kopflochseite 2 Maschen abketten, dann die rechte Reihe, dann nochmal 2 Maschen abketten und die Reihe fertig. Gleich lang stricken wie auf der rechten Seite und danach alle Maschen abketten.
Jetzt sollten die Maschen der Rückseite auf der Rundstricknadel übrig sein.

Kopfloch hinten
Genau so stricken wie das Kopfloch vorne, nur erst später, d.h. höher, damit anfangen. Ich habe das Hinterteil etwas kürzer als das Vorderteil gelassen, aber man kann die beiden Teile genau so gut gleich lang stricken – Geschmacksache. Also habe ich nach den Achsellöchern 13cm gestrickt. Danach der Kopfloch: 47 Maschen stricken, 24 Maschen abketten, 47 Maschen stricken, und so weiter. Nach dem Abketten nur 2cm stricken, danach alle Maschen abketten. Wichtig ist immer den Hinterteil mit dem Vorderteil zu vergleichen, dass die Länge passt. (Notiz: Hätte ich den Hinterteil gleich lang mit dem Vorderteil gestrickt, wären die Ärmel etwas breiter geworden, weil man mehr Maschen zum Aufnehmen am Achselloch gehabt hätte.)

Schulternähte zusammennähen.

Kopfloch-Bündchenmuster
Die Maschen vom Kopfloch auf die Rundstricknadel aufnehmen. Bei mir waren es insgesamt 144 Maschen – die Anzahl muss wieder durch 8 teilbar sein, weil wir im LLLLRRRR-Muster stricken. 4cm lang im Bündchenmuster stricken, also gleich lang wie das Bündchenmuster an der Taille. Alle Maschen abketten.

Ärmel
Die Achselloch-Maschen auf die Nadel aufnehmen; bei mir waren es 56 Maschen. Die Maschenanzahl muss wieder durch 8 teilbar sein, weil wir am Handgelenk wieder das Bündchenmuster stricken wollen. Ich habe etwa jede zweite Masche aufgenommen, weil mein Ärmel sonst zu breit geworden wäre. Wenn die Naht dann zu löchrig aussieht, wie bei mir, einfach nachher die Naht mit der Hand verstärken d.h. fester nähen.
So habe ich die Naht mit den kleinen Lächern auf der Rückseite fester genäht:

Den Ärmel so lang stricken wie man Lust und Laune hat. Meine Ärmel habe ich fast bis zu den Fingerspitzen gestrickt – ca. 50cm lang – bis ich mit dem Bündchenmuster angefangen habe. Ich wollte extralange Ärmel! Wenn der Ärmel lang genug ist, im Bündchenmuster stricken und danach alle Maschen abketten. Mein Bündchenmuster ist am Handgelenk doppelt so lang wie am Hals oder an der Taille – Geschmacksache.

Jetzt noch die Achselloch-Nähte verstärken (wenn notwendig) und alle losen Fäden vernähen und fertig! Ich hoffe diese kleine Anleitung hilft euch beim Pullistricken. :)

TIPPS:
1) Wenn man das Bündchenmuster enger haben möchte: einfach mit kleinerer Nadel stricken. Bei mir habe ich nur die Handgelenke mit einer kleineren (4er) Nadel gestrickt.
2) Den Pulli kann man auch ruhig aus dickerer Wolle stricken – dann ist er schneller fertig. Dazu einfach die Maschenanzahl und Größe anpassen, so wie es auf dem Knäuelband auf der Wolle steht.

Mit dabei bei Create in Austria www.createinaustria.at, Maschenfein
www.maschenfein.de, immermalwasneues www.immermalwasneues.blogspot.co.at, Handmade on Tuesday www.handmadeontuesday.blogspot.co.at und Dienstagsdinge www.dienstagsdinge.blogspot.co.at

Weihnachtsgeschenk selber basteln: ein selbstbemalter Becher

 Veröffentlicht am 28. November 2016  crafts, diy
Nov 282016
 

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Das braucht man: Becher, Porzellanmalstift (meiner ist der „Porcelain For Kids“ von Marabu), Alkohol und Wattepad zum Becher putzen.

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So geht’s:

Alkohol auf das Wattepad geben und damit den Becher putzen. Die Oberfläche muss trocken, Fett- und Staubfrei sein.

Dann geht’s schon los: Was und wie man malt ist der Fantasie überlassen. Punkte drauftupfen, Frohe Weihnachten draufschreiben – ganz wie man will. Ich habe meinen Becher mit unterschiedlich langen Linien vom Boden aus bemalt.

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Danach den Becher trocknen lassen und im Backrohr einbrennen – dafür die Anweisungen auf dem Porzellanstift befolgen.

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Das war’s. So einfach. Einpacken und verschenken!
…oder selber behalten ;)

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Reflektierende Hauben und Stirnbänder

 Veröffentlicht am 23. Oktober 2016  knitting, Webshop
Okt 232016
 

Was machen die Finnen, wenn es mehr als das halbe Jahr draußen dunkel ist und man trotzdem nicht die ganze Zeit in den vier Wänden hocken möchte, aber auch nicht überfahren werden möchte?
Man verwendet Reflektoren. Überall, jederzeit.
Den Kinder wird es beigebracht, in die Kleidung werden sie eingenäht – man darf ja nicht das Haus verlassen ohne dass man mit einem Reflektor ausgerüstet ist.
Und was macht man, wenn man nicht immer einen herumbaumelnden Reflektor mitschleppen möchte?
Man strickt Accessoires mit einer Reflektorwolle!

SWOKI_Reflektor_Haube_grau

SWOKI hat eine neue Serie mit Hauben und Stirnbändern aus Reflektorwolle. Der eingearbeitete Reflektorfaden reflektiert bei Lichteinfall. So ist man im Finstern nicht unsichtbar. Hier zugreifen bevor es zu spät ist! ;)

swoki_strickhaube_reflektor_grau swoki_stirnband_mit_reflektorfaden_gestrickt_weiss